Über mich

Seit 2013 bin ich wieder in Berlin tätig als freiberufliche Hebamme, Bestatterin und Achtsamkeitslehrerin.

Als Hebamme begleite ich Frauen und ihre Familien während der Schwangerschaft und nach der Geburt, insbesondere wenn es Besonderheiten gibt oder in belastenden Situationen.

Als Bestatterin bin ich in unserem Familienunternehmen Charon-Bestattungen zusammen mit meinem Mann Uller Gscheidel und unserer Tochter Lea Gscheidel tätig, und begleite verwaiste Familien, die ein Baby verloren haben, während der wichtigen Zeit zwischen Tod und Bestattung des Kindes.

Als Achtsamkeitslehrerin biete ich Achtsamkeitskurse an:
MBSR – Mindfulness Based Stress Reduction nach Jon Kabat-Zinn
MBCP – Mindfulness Based Childbirth and Parenting nach Nancy Bardacke
und bin maßgeblich an der Ausbildung zur Kursleitung für Geburtsvorbereitung mit Achtsamkeit (MBCP) am Europäischen Zentrum für Achtsamkeit beteiligt.

Seit 1982 bin ich Hebamme und war 20 Jahre in den unterschiedlichen Feldern tätig: als angestellte Hebamme in Kliniken, als freiberufliche Hebamme in der außerklinischen Geburtshilfe, in der Betreuung während der Schwangerschaft und im Wochenbett. Von Anfang an habe ich gerne Kurse gegeben: Geburtsvorbereitung, Rückbildungsgymnastik, Säuglingspflege und Babymassage. Denn ein Kind zu bekommen und das Leben mit einem neugeborenen Menschen war in meinen Augen weniger eine medizinische Angelegenheit als eine große Chance sich als Mensch zu entwickeln und zu lernen. Bereits während meiner Hebammenausbildung machte ich prägende Erfahrungen als Babys tot geboren wurden. Ich hatte das Glück dabei von guten Vorbildern lernen zu dürfen und die Betreuung von verwaisten Müttern und die Begleitung in Folgeschwangerschaften war immer ein wichtiger Teil meiner Arbeit als Hebamme.

Im postgradualen Masterstudium Public Health/Gesundheitswissenschaften an der TU Berlin hatte ich als Hebamme einen besonderen Blick auf das zentrale Thema, was Menschen gesund erhält. Und dass Gesundheit doch mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit. Danach war ich 13 Jahre an verschiedenen Hochschulen tätig (Universität Osnabrück, medizinische Fakultät der Universität Magdeburg, Institut für Public Health TU Berlin). Wobei auch meine Doktorarbeit entstand, eine Auswertung der Daten von über einer Million Geburten mit der Frage, was zu der rasanten Steigerung der geburtshilflichen Interventionsraten beiträgt. Zuletzt war ich als Professorin an der Hochschule für Gesundheit in Bochum zuständig, den ersten grundständigen Hebammenstudiengang in Deutschland aufzubauen.

Gemeinsam mit meinem Mann Uller Gscheidel habe ich zwei erwachsene Töchter, Lea Gscheidel und Lilian Gscheidel, ein Sternenkind und mittlerweile auch zwei Enkeltöchter.

Meine Arbeit wird geprägt von den Erfahrungen, die ich mache

Was ich mag:

  • wenn eine Situation sich „stimmig“ anfühlt, (unabhängig davon, ob sie erfreulich ist oder schwer).
  • „Hebamme sein“ — auch im übertragenen Sinne:
    dem, was raus will, Raum geben und Erlaubnis geben, sich zu zeigen; Dinge geschehen lassen, dem Prozess Zeit lassen … und dabei präsent sein und achtsam da sein … und dabei so wenig wie möglich „tun“ (aber so viel wie nötig).
  • dazu beitragen, dass Menschen gestärkt aus den Erfahrungen und Prozessen hervorgehen, die das Leben ihnen bringt – auch wenn es seine Zeit dauert. Und ich traue ihnen das zu.