Über mich

Seit 2013 bin ich wieder in Berlin tätig als freiberufliche Hebamme, Bestatterin und Achtsamkeitslehrerin.

Als Hebamme begleite ich Frauen, Paare und ihre Familien während der Schwangerschaft und nach der Geburt, insbesondere wenn es Besonderheiten gibt oder in belastenden Situationen.

Als Bestatterin bin ich in unserem Familienunternehmen Charon-Bestattungen zusammen mit meinem Mann Uller Gscheidel und unserer Tochter Lea Gscheidel tätig, und begleite verwaiste Familien, die ein Baby verloren haben, während der wichtigen Zeit zwischen Tod und Bestattung des Kindes.

Als Kursleiterin biete ich an:

Außerdem bin ich als Dozentin tätig mit Vorträgen, Workshops und Inhouse-Schulungen

Seit 1982 bin ich Hebamme und war 20 Jahre in den unterschiedlichen Feldern tätig: als angestellte Hebamme in Kliniken, als freiberufliche Hebamme in der außerklinischen Geburtshilfe, in der Betreuung während der Schwangerschaft und im Wochenbett. Von Anfang an habe ich gerne Kurse gegeben: Geburtsvorbereitung, Rückbildungsgymnastik, Säuglingspflege und Babymassage. Denn ein Kind zu bekommen und das Leben mit einem neugeborenen Menschen war in meinen Augen nicht nur eine medizinische Angelegenheit sondern auch eine große Chance, sich als Mensch zu entwickeln und zu lernen, im Sinne von Erwachsenenbildung. Bereits während meiner Hebammenausbildung machte ich prägende Erfahrungen als Babys tot geboren wurden. Ich hatte das Glück dabei von guten Vorbildern lernen zu dürfen und die Betreuung von verwaisten Müttern und die Begleitung in Folgeschwangerschaften war immer ein wichtiger Teil meiner Arbeit als Hebamme.

Im postgradualen Masterstudium Public Health/Gesundheitswissenschaften an der TU Berlin 1994-1996 hatte ich als Hebamme einen besonderen Blick auf das zentrale Thema, was Menschen gesund erhält, und dass Gesundheit wesentlich mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit. Mittlerweile ist dies als Salutogenese bekannt und selbstverständlich, aber damals herrschte noch das risikoorientierte Denken vor und es wurde nach Risikofaktoren und Risikogruppen geforscht – auch in der Schwangerenvorsorge.

Über Jahre engagierte ich mich als Hebamme im Initiativkreis für ein anthroposophisches Gemeinschaftskrankenhaus in Berlin. Als es 1995 schließlich am Standort Havelhöhe gegründet wurde, war keine Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe vorgesehen. Als diese dann 1998 endlich eröffnet werden konnte, stand ich für die Aufgabe der Gründungshebamme nicht mehr zur Verfügung und so übernahmen andere diese Aufgabe.

Ab 1999 war ich über 13 Jahre an verschiedenen Hochschulen tätig (Universität Osnabrück, medizinische Fakultät der Universität Magdeburg, Institut für Public Health TU Berlin). Wobei auch meine Dissertation entstand, aus einem Forschungsprojekt mit der Auswertung der Daten von über einer Million Geburten mit der Frage, was zu der rasanten Steigerung der geburtshilflichen Interventionsraten beiträgt. Zuletzt war ich als Professorin für Hebammenwissenschaft an der Hochschule für Gesundheit in Bochum zuständig, den ersten grundständigen Hebammenstudiengang in Deutschland aufzubauen.

Gemeinsam mit meinem Mann Uller Gscheidel habe ich zwei erwachsene Töchter, Lea Gscheidel und Lilian Gscheidel, ein Sternenkind und mittlerweile auch zwei Enkeltöchter.

Meine Arbeit wird geprägt von den Erfahrungen, die ich mache

Was ich mag:

  • wenn eine Situation sich „stimmig“ anfühlt, (unabhängig davon, ob sie erfreulich ist oder schwer).
  • „Hebamme sein“ — auch im übertragenen Sinne:
    dem, was raus will, Raum geben und Erlaubnis geben, sich zu zeigen; Dinge geschehen lassen, dem Prozess Zeit lassen … und dabei präsent sein und achtsam da sein … und dabei so wenig wie möglich „tun“ (aber so viel wie nötig).
  • dazu beitragen, dass Menschen gestärkt aus den Erfahrungen und Prozessen hervorgehen, die das Leben ihnen bringt – auch wenn es seine Zeit dauert. Und ich traue ihnen das zu.

Wer mehr über meinen Werdegang erfahren möchte:

Meine Arbeitsfelder seit 2013

  • Ÿfreiberufliche Hebamme
  • ŸBestatterin bei Charon Bestattungen www.charon.de
  • ŸKursleiterin
        – Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) nach Jon Kabat-Zinn
        – Mindfulness Based Childbirth and Parenting (MBCP) nach Nancy Bardacke
        – Tara Rokpa – Mit den fünf Elementen das Leben ins Gleichgewicht bringen
  • Lehrbeauftragte an der Evangelischen Hochschule Berlin, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Universität zu Lübeck
  • Dozentin: Vorträge, Workshops, Inhouse-Schulungen

Qualifikationen

2019 – 2020   Weiterbildung „Musik im Sozial- und Gesundheitswesen“ bei Uschi Laar und Team am Institut für Harfe und Musikheilkunde

2014 – 2019   Ausbildung in „Unity in Duality“ nach Dr. phil. Tarab Tulku bei Lene Handberg und Team, Tarab Institut

2014 – 2017   Dreijährige Weiterbildung „Ganzheitliche Stimmarbeit und Gesangstherapie“ bei Carien Wijnen am Institut für ganzheitliche Stimmarbeit, Gesangstherapie und Körperpsychotherapie

2012 – 2013   internetbasierte Ausbildung zur Kursleiterin für MBCP (Mindfulness Based Childbirth and Parenting) bei Nancy Bardacke www.mindfulbirthing.org  MBCP Teacher Training online Program

2011              Fortbildung zur Kursleiterin für Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie (MBCT – Mindfulness-Based Cognitive Therapy) bei Linda Lehrhaupt und Team, Institut für Achtsamkeit

2009 – 2010   Weiterbildung zur Lehrerin für Stressbewältigung durch Achtsamkeit (MBSR – Minfulness Based Stress Reduction nach Jon Kabat-Zinn) bei Linda Lehrhaupt und Team, Institut für Achtsamkeit

2002 – 2007   Promotion am Institut für Gesundheitswissenschaften, TU Berlin, mit Abschluss: Doktorin der Gesundheitswissenschaften/Public Health (Dr. PH)
Dissertation: Entwicklung der geburtshilflichen Versorgung – am Beispiel geburtshilflicher Interventionsraten 1984-1999 in Niedersachsen

2000 – 2002   Weiterbildung „Systemische Organisationsberatung“ bei Carla van Kaldenkerken, Roland Kunkel und Team, STEP GbR

1994 – 1996   Postgraduales Studium Public Health/Gesundheitswissenschaften, TU Berlin, Abschluss: Master of Public Health (MPH), Magisterarbeit: Die freiberufliche Hebamme im Gesundheitssystem der Bundesrepublik Deutschland.
Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung

1990 – 1992   NLP Practitioner und Master Trainingsprogramm  bei Johann W. Kluczny und Team, Institut für Neuro-Linguistisches Programmieren, Berlin, www.nlpinberlin.de

1980 – 1982   Hebammenausbildung, Martin-Luther-Krankenhaus, Berlin unsere „Leitende Unterrichtshebamme“ war Erika Pichler, „Leiter der Hebammenlehranstalt“ Prof. Dr. Gerhard Martius, das von ihm herausgegebene „Hebammen-Lehrbuch“ lieferte die Basis unserer theoretischen Ausbildung, wir hatten noch Schwesternhäubchen und eine Tracht für feierliche Anlässe

1972 – 1977   Lehrerstudium, Pädagogische Hochschule Berlin. Abschluss: Erste Staatsprüfung für das Amt des Lehrers mit zwei Wahlfächern: Mathematik und Arbeitslehre Technik (für die Klassen 1 bis 10). Abschlussarbeit: Analyse der Lebens- und Lernbedingungen von Kindern türkischer Bauern und Landarbeiter in Westanatolien bei Dr. Ünal Akpinar und Prof. Dr. Barbara Schaeffer-Hegel schon im Laufe meines Studiums war der damals herrschende Lehrermangel behoben und alle Stellen besetzt…aber es wurden (vorübergehend) Lehrkräfte gebraucht für Klassen von türkischen Kindern und Jugendlichen, die aus der Türkei nachgeholt wurden und über keine deutschen Sprachkenntnisse verfügten.

Berufliche Stationen

2019              als Expertin bei der Entwicklung einer Meditations-App für die Schwangerschaft www.7mind.de

2018         als Expertin beteiligt an dem Buch von Kathrin Fezer Schadt und Carolin Erhardt-Seidl. Weitertragen: Wege nach pränataler Diagnose. Edition Riedenburg 2018 entstanden aus dem Engagement, Eltern, die nach positivem pränatalen Befund sich mit dem Gedanken zum Fortsetzen der Schwangerschaft beschäftigen, zu ermutigen und zu begleiten

2016 – 2018   Entwicklung des Curriculums und Dozentin der ersten deutschsprachigen Ausbildung zur „Kursleiterin für Geburtsvorbereitung mit Achtsamkeit (MBCP – Mindfulness Based Childbirth and Parenting)“, Europäisches Zentrum für Achtsamkeit www.ezfa.eu

2014         Autorin eines Kapitels in: Lars Garten, Kerstin von der Hude (Hrsg). Palliativversorgung und Trauerbegleitung in der Neonatologie. Springer-Verlag, 1. Auflage 2014, 2. Auflage 2019 entstanden aus der Zusammenarbeit mit dem Palliativteam der Klinik für Neonatologie der Charité Berlin bei der Versorgung von sterbenden Neugeborenen und ihren Familien

2013 – ?       Tätigkeit als freiberufliche Hebamme, Bestatterin, Kursleiterin für Achtsamkeitskurse in Berlin drei Tätigkeitsbereiche, die mir besonders am Herzen liegen: Begleitung am Anfang und am Ende des Lebens und dazwischen ein erfülltes, lebendiges Leben mit Achtsamkeit

2013              Fachlektorat und Unterstützung bei der Übersetzung von Nancy Bardacke: „Der achtsame Weg durch Schwangerschaft und Geburt“ sowie Aufnahme der zugehörigen Audio-Dateien für den Arbor-Verlag

2009 – 2012   Professorin für Hebammenwissenschaft an der neu gegründeten Hochschule für Gesundheit, Bochum: Aufbau und Leitung des ersten grundständigen Bachelor-Studiengangs Hebammenkunde in der BRD

2005               Kongress- und Forschungsaufenthalt in Australien gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Beitrag auf dem Welthebammenkongress der International Confederation of Midwives (ICM) in Brisbane und anschließender Forschungsaufenthalt am Hebammenstudiengang der University of Technology Sydney, Faculty of Health, Centre for Midwifery, Child and Family Health dort habe ich zum ersten Mal Hebammenprofessorinnen und Hebammenstudentinnen kennengelernt, Einblicke in Hebammenstudiengänge und Hebammenforschung bekommen und konkrete Vorstellungen und praktische Ideen mitgebracht

2004 – 2009   Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
– bei Prof. Dr. med. Bernt-Peter Robra, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie: Lehre und Forschung
– bei Prof. Dr. med. Markus Herrmann MPH, M.A. und Prof. Dr. med. Thomas Lichte, Institut für Allgemeinmedizin: Studienkoordination mit der Hauptaufgabe, Lehrpraxen für das Blockpraktikum Allgemeinmedizin zu akquirieren und den Einsatz der Studierenden zu koordinieren

2001 – 2003   Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Ulrike Maschewsky-Schneider, TU Berlin, Institut für Public Health: Entwicklung internetbasierter Studienmodule als Teil eines Verbund-Projekts „Hochschulen für Gesundheit“ im Rahmen des BMBF-Förderprogrammes „Neue Medien in der Bildung“ daraus ist der Kooperationsverbund Hochschulen für Gesundheit e.V. entstanden  www.hochges.de

2000 – 2010   Herausgabe von „Vor, während und nach der Geburt in Berlin – ein Verzeichnis aller Geburtsorte, freiberuflicher Hebammen und was sonst noch wichtig sein könnte“ als Broschüre und online. Dies existiert weiter: www.geburt-in-berlin.de

1999 – 2002   wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. med. Beate Schücking, Universität Osnabrück, Fachbereich Gesundheitswissenschaften in der Versorgungsforschung: Forschungsprojekt „Technisierung der ´normalen´ Geburt. Interventionen im Kreißsaalaus heutiger Sicht das erste deutschsprachige Hebammenforschungsprojekt

1996 – 2001   Konzeption und Leitung des innovativen Versorgungsmodells „Familien-Forum – Für die Monate vor und nach der Geburt – Kurse, Beratung, Hebammenbetreuung“ in Kooperation mit der Plan- und Leitstelle Gesundheit des Bezirksamtes Berlin-Kreuzberg  Dies würde man heute als Elternschule bezeichnen, aber dieser Begriff kam erst später auf, als Kliniken begannen Elternschulen zu etablieren. Ich erhielt dafür den Berliner Gesundheitspreis 1995 und einen Sonderpreis beim ersten Business Plan Wettbewerb Berlin 1995/96

1995 – 1996   Befragung von freiberuflichen Hebammen und Schwangeren in Kooperation mit der Plan- und Leitstelle Gesundheit des Bezirksamtes Berlin-Kreuzberg „Zufrieden mit der Schwangerenvorsorge? Perspektiven der Versorgung von Schwangeren und Familien mit Säuglingen“ dies war Teil meiner Master-Arbeit, woraus die Idee für „Geburt in Berlin“ entstand sowie für das Familien-Forum in Kreuzberg

1995        Autorin von vier Kapiteln des Lehrbuchs „Hebammenkunde. Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf“ herausgegeben von Andrea Stiefel et al. 1. Auflage 1995, 6. Auflage 2020 das erste von Hebammen verfasste deutschsprachige Hebammen-Lehrbuch seit dem 1690 erschienen Lehrbuch der „Hof-Wehemutter“ Justine Siegemundin

1990 – 1994   Hebamme und Praxisanleiterin im Kreißsaal sowie Unterricht in der Hebammenschule des Martin-Luther-Krankenhauses, Berlin

1984 – 1987   außerklinische Geburtshilfe in der anthroposophisch ausgerichteten Frauenarztpraxis Dr. Christian Steinke in Berlin-Zehlendorf dies war die erste Einrichtung für außerklinische Geburten, noch bevor das erste Geburtshaus in Deutschland 1987 in Berlin-Charlottenburg gegründet wurde

1983 – 1984   Hebamme im Kreißsaal der Universitätsfrauenklinik Pulsstraße der Freien Universität Berlin hier gab es bereits kleine Einzelkreissäle, die „Boxen“ genannt wurden

1982 – 1983   Hebamme in der Schwangerenberatung und im Kreißsaal im Martin-Luther-Krankenhaus in Berlin damals waren Kreißsäle noch „Säle“, die Betten waren nur durch Sichtschutz getrennt (Vorhang oder Paravent), Babys waren von ihren Mütter getrennt im Kinderzimmer untergebracht und wurden alle vier Stunden zum Stillen gebracht, und Vätern wurden ihre Kinder nur hinter der Glasscheibe gezeigt. Die Kaiserschnittrate lag in Westberlin bei ca 10%

1982 – 2001   über 20 Jahre als freiberufliche Hebamme in Berlin mit Schwangeren- und Wochenbettbetreuung sowie Kursangeboten: Geburtsvorbereitung für Paare, Rückbildungsgymnastik, Säuglingspflege, Babymassage

1979 – 1980   Lehrerin einer Schulklasse für Jugendliche aus der Türkei, die über keine deutschen Sprachkenntnisse verfügten, in Berlin-Kreuzberg würde man heute als Willkommensklasse bezeichnen